Die heutige Freiwillige Feuerwehr Allensbach wurde am 01.01.1975 als Gesamtwehr offiziell ins
Leben gerufen, und zwar als Folge der kommunalen Gebietsreform des Landes Baden-Württemberg
und der daraus resultierenden Eingemeindung der vorher selbstständigen Gemeinden Kaltbrunn,
Langenrain-Freudental und Hegne.
Als neue Abteilungen der Gesamtwehr kamen die Feuerwehren der ehemaligen Gemeinden Kaltbrunn
und Langenrain-Freudental bereits zum 01.07.1974. Die Feuerwehr Hegne kam offiziell erst
zum 01.01.75 (per Verordnung) dazu. Der damalige Kommandant der FF Allensbach,
OBM Emil Egenhofer wurde vom Gemeinderat beauftragt, die heranwachsende Gesamtwehr
kommissarisch zu leiten, und zwar bis ein Kommandant von der ersten Vollversammlung
der Gesamtwehr gewählt wurde.
Zur konstituierenden Versammlung aller vier Abteilungen für die notwendig gewordenen
Wahlen hatte der seinerzeitige Bürgermeister Hermann Brunner alle Mitglieder der Wehren
aus den neu entstandenen Ortsteilen (der ehemaligen Gemeinden) aufgefordert. In dieser
Versammlung am 18.12.1975 wurde die Gesamtfeuerwehr Allensbach offiziell gegründet und
in Dienst gestellt. Die Funktionsämter wurden nach den Wahlen entsprechend besetzt,
und die Mitglieder des ersten Gesamtfeuerwehrausschusses gemäß der von Bgm Brunner und
den ehemaligen Kommandanten erarbeiteten, offiziellen neuen Satzung gewählt.
Als erster Kommandant der neuen Gesamtfeuerwehr Allensbach wurde der ehemalige
Bürgermeister und Kommandant der Abteilung Kaltbrunn, August Weltin gewählt. Zum
Stv. Kommandanten wählte die Versammlung den Abt. Kdt. aus Langenrain, BM Adolf Muffler.
Diese gewählten Herren wurden dann vom Gemeinderat in der Sitzung am 13.Januar, 1976
in ihren Ämtern bestätigt.
Im April 1976, wurde die erste gemeinsame Übung der Gesamtwehr, an der Mühle Hierling in Allensbach,
durchgeführt. Diese hat der Stv. Kommandant der Gesamtwehr BM Adolf Muffler geleitet, da
Kommandant Weltin erkrankt war.
Im Juli, 1977 verstarb Weltin nach längerer Krankheit. Er hatte große Verdienste erworben,
besonders bei seinen Bemühungen um die Integration aller Abteilungen in das Feuerwehrgemeinwesen.
Als Weltin's Nachfolger wurde am 25.November1977 sein bisheriger Stellvertreter, BM Adolf Muffler
ins Amt des Gesamtkommandanten gewählt. Zu seinem Stellvertreter wurde der spätere Kommandant der
Abt. Allensbach, OLM Oskar Baumann gewählt. Als alter "Wettkampffuchs" verstand es Muffler, jedes
Jahr gut trainierte und -eingespielte Löschgruppen - meistens als geschlossene Mannschaften der
Abteilungen - zu den Leistungswettkämpfen beim Kreisfeuerwehrtag zu entsenden. Diese Löschgruppen
erwarben immer wieder aufs Neue die Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold, sowie die Medaille
des Landkreises, genannt "Maus Medaille".
Im September 1979 wurde die erste Funkausrüstung im 4m Band (FuG 8b) für die Fahrzeuge in der
Gesamtfeuerwehr beschafft und installiert. Jede Abteilung bekam auch zwei Handsprechfunkgeräte
(FuG 10) mit Ladegeräten für deren Akkus. Dazu wurden die ersten Funkmeldeempfänger (5 x FME82)
und Alarmempfänger (10 x FAE82) an ausgewählten Kameraden strategisch verteilt (in der Hauptsache
Führungskräfte). Damals wurde die stille Alarmierung (von der Kreisweiten Leitstelle aus) in der
Feuerwehr Allensbach geboren. Heute werden alle aktiven Mitglieder der Gesamtwehr über Funk alarmiert.
Seit dem 19.02.1992 erfolgte in der Feuerwehr Allensbach ein Generationenwechsel. Kommandant Muffler beendete aus gesundheitlichen Gründen das Amt des Kommandanten, ebenso stellte der Stellvertretender Kommandant Oskar Baumann sein Amt zur Verfügung. Die neue Führung bestand anschließend aus Kommandant Karl-Heinz Späth (Abt. Allensbach) und seinem Stellvertreter Egon Weltin (Abt. Kaltbrunn).
Heute besteht die Gesamtwehr aus den Aktiven der vier Abteilungen mit insgesamt 125 Mitgliedern unter der Leitung von Kommandant HBM Karl-Heinz Späth und seinen zwei Stellvertretern OBM Martin Wehrle und OBM Frank Koch. Zwei Frauen sind auch als aktive Mitglieder dabei. Die stärkste Abteilung stellt der Kernort Allensbach selbst mit ca. 60 Mann, die Abt. Kaltbrunn zählt ca. 20 Mann, die Abt. Langenrain-Freudental ca. 25 Mann und die Abt. Hegne ebenfalls ca. 20 Mann.
Die Abteilungen werden von folgenden Kameraden geleitet:
| Allensbach |
|
| |
Abt. Kdt. Hans-Christoph Köhne |
| |
1. Stv. Abt. Kdt. Ralf Engelmann |
| |
2. Stv. Abt. Kdt. Martin Wehrle |
| |
|
| Kaltbrunn |
|
| |
Abt. Kdt. Siegfried Erne |
| |
Stv. Abt. Kdt. Boris Böck |
| |
|
| Langenrain-Freudental |
|
| |
Abt. Kdt. Josef Seel |
| |
Stv. Abt. Kdt. Hermann Schrof |
| |
|
| Hegne |
|
| |
Abt. Kdt. Frank Koch |
| |
Stv. Abt. Kdt. Wolfgang Eckert |
Das Personal für die Sondereinheiten Rettungszug und Höhenrettungsgruppe wird von allen Abteilungen
gestellt, der Hauptanteil von Allensbach. Des Weiteren besteht eine enge Kooperation mit den Rettungstauchern der DLRG, Ortsgruppe Allensbach. Diese werden mittels besonders dafür eingerichteten Alarmschleifen zentral von der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmiert. Die Zusammenarbeit
der Abteilungen wird gemeinsam geübt, eine Einrichtung, die auch die Kameradschaft fördert.
Die Aus- und Weiterbildung wird im Regelfall von den Führungskräften ausgeführt, bei den
Sondereinheiten von denen der Abt. Allensbach.
Im Jahre 1982 wurde die erste Jugendfeuerwehrgruppe vom damaligen Abt. Kdt. Fritz Straub ins Leben
gerufen, und in der nächsten Hauptversammlung 1983 offiziell gegründet. Es waren dies etwa fünfzehn
bis zwanzig Jugendliche der Jahrgänge 1966-68 unter der Leitung von LM Roland Egenhofer, der die Jungs
für die Feuerwehr und ihre Arbeit begeistern konnte. Unter Mithilfe von einigen aktiven Kollegen hat
Egenhofer der Truppe Feuerwehrtechnisches, aber auch Handwerkliches mit auf den Weg gegeben - sie haben
sogar gemeinsam einen alten Traktor und einen alten Anhänger TSA für ihre Tätigkeiten hergerichtet.
Seit1991 wird die Jugendabteilung von HLM Christian Rauch geführt, der eigene Erfahrungen, zuerst als
Jugendlicher, und anschließend als aktiver Jugendwart in einer Nachbarwehr einbringt.
Ein Highlight der Jugendfeuerwehr war das Jugendlager im Jahre 2000 in Allensbach. Seit März 2007 wird die Jugendfeuerwehr von HFM Alwin Seliger geleitet.
In den letzten Jahren ist auch die Altersabteilung durch Kdt. Karl-Heinz Späth ins Leben gerufen worden.
Obwohl noch unter kommissarischer Leitung von OLM Wekenmann, soll diese nun in der nächsten Hauptversammlung
offiziell gegründet werden. Zurzeit nehmen ca. 30 Mitglieder mehr oder weniger an den Aktivitäten der Abteilung teil.
Die Freiwillige Feuerwehr Allensbach ist organisatorisch dem Bürgermeister direkt unterstellt, wohl als
Feuerwehramt, jedoch mit einem ehrenamtlichen Kommandanten und seinem Personal. Der Ausschuss der
Gesamtwehr wird von den Mitgliedern gemäß der Satzung gewählt. Jede Abteilung hat ebenfalls einen eigenen Ausschuss.